Plattform-Kontext ist Major Key 🔑

Im Content-Marketing bzw. Social-Media-Marketing (nicht zu verwechseln mit Performance-Marketing) ist Kontext King. Damit wÀre der Artikel abgeschlossen, denn wissen tun es alle, umsetzen nur die Wenigsten.

Irgendwas ist immer King. SEO. Content und Context war Queen. Wer lÀnger im Social-Media-Marketing unterwegs ist, wird irgendeine Variation davon gelesen haben. Eine Beobachtung, die weder neu noch spektakulÀr ist, ist der Kontext.

Das PhÀnomen, welches ich wahrnehme: Kontext wird von den meisten Publizierenden (Unternehmen) ignoriert. Ich schliesse mich da nicht aus. Ich kann durchaus verstehen, dass die Ressourcen in kleinen Unternehmen knapp sind. Was ich weniger verstehen kann, wenn Kommunikationsprofis ihre BeitrÀge 1:1 in alle Netzwerke kippen (was oft den Ressourcen geschuldet ist).

Der Konsument ist in jedem Netzwerk ein anderer bzw. in einem anderen Empfangsmodus. Wenn ein Beitrag konsumiert wird, ist es ein Unterschied, auf welcher Plattform dieser ausgespielt wird. Selbst und gerade, wenn der EmpfĂ€nger gleich ist. Diese These kannst du an dir selbst prĂŒfen.

Die Lösung fĂŒr diese Herausforderung ist einfach. Selbst wenn der Inhalt sich nicht Ă€ndert, kann man anfangen, vielleicht im ersten Schritt mit Variationen zu arbeiten. Wer mehr Lust und mehr Ressource hat, kann die Inszenierung variieren und sollte das tun. Gut, wir sprachen auch vor 10 Jahren darĂŒber, dass es sinnvoll erscheint, seine BeitrĂ€ge zu unterschiedlichen Uhrzeit auszuspielen.

Wie kann so etwas also im Kleinen aussehen?

  • Du kannst deinen Text lockerer auf Facebook und förmlicher auf LinkedIn posten.
  • Du kannst Variationen aus deinen BeitrĂ€gen fĂŒr den Text benutzen, also unterschiedliche Punkte highlighten (Bonus, du findest vielleicht heraus, dass bestimmte Fakten besser performen). Zum Beispiel bei Videos oder Audiogrammen.
  • Du kannst deinen Tweet als Story (Text statt Bild) teilen, und dann dazu noch einen zusĂ€tzlichen Kommentar schreiben.
  • Du kannst dein Thema in einen Trend der jeweiligen Plattform packen. Sei es ein Sound auf Tiktok, ein Hashtag auf Twitter oder eine Weisheit fĂŒr LinkedIn.

In meinem Fall ist es so, dass ich fĂŒr diesen Artikel ein Tiktok machen könnte, wo ich eine Textpassage vorlesen lasse. Die Stimme ist auf der Plattform relativ bekannt – es ist dort also so ĂŒblich. Fertig wĂ€re das Audiogramm, welches ich als Video ĂŒberall mit einer Textvariation ausspielen könnte.

FĂŒr Instagram Storys wĂ€hle ich das Titelbild, da ich ĂŒber die App „to Stories“ eine visuell ansprechendere Darstellung bekomme. Link-Sticker drauf und los gehts.

Den Tweet, den ich verfasse, werde ich recyclen. Als Screenshot fĂŒr LinkedIn – da mag jetzt manch einer die Augen rollen. GrĂŒĂŸe gehen raus an die Fraktion Überall das Gleiche posten *zwinkersmiley

FĂŒr LinkedIn hĂ€tte ich auch diesen kompletten Text dort abwerfen können (sofern nicht zu lang). Da es mir nicht um den Traffic geht, sondern ich möchte, dass mein Text gelesen wird. Daher biete ich z.B. die Möglichkeit an, alle Texte in voller LĂ€nge sich per Mail schicken zu lassen. Einfach seine E-Mail-Adresse hinterlassen und dann mich auf Social Media ignorieren.


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Eine Variation der Inszenierung ist nicht nur im Format, sondern auch in deren Ausgestaltung.

„Ich störe mich daran, dass du auf allen Netzwerken die gleichen BeitrĂ€ge postest“, könnte ein Trigger (oder meinetwegen Narrativ) sein, um jemanden auf diesen Artikel zu bewegen.

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Wie du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, etwas Variation in die gleichen Inhalte zu bringen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn die Variation auf einer anderen Plattform erkannt wird, der EmpfĂ€nger eher dazu neigt, diese als nette Geste darauf in Form eines Likes zu reagieren. Was besser wĂ€re als „ach kenne ich schon“.

Möge die Reichweite mit dir sein.

PS: Die Überschrift ist eigentlich von 2016, wo DJ Khaleds Major Key ein angesagtes Format war.
Photo by Chunli Ju on Unsplash